Fisch schwimmt, Vogel fliegt, Mensch läuft. Biologisch und physiologisch betrachtet gehört der Mensch zu den »Lauf­tieren«.

Mach mit bei der 20 Tages Challenge – Eine sanfte Transformation. Eine kostenfreie Folge von Feldenkrais Lektionen rund um das Thema „Gehen“. Deine Körperwahrnehmung und deine Art zu gehen werden ganz sanft verbessert. Gerade in Zeiten wie diesen ein enormes Plus.

Selbständig sein und es bleiben bei Einschränkungen durch Quarantäne und Selbstbeschränkung, sozialer Distanz ist das Ziel.

 

Lauftier Mensch

Nehmen wir zum bildhaften Vergleich ein Pferd, hier gibt es drei Gangarten: Schritt, Trab und Galopp. Weitere Gangarten können antrainiert werden oder sind bei einigen Rassen gene­tisch angelegt, wie beispielsweise der Tölt bei Islandpferden, doch dies sind Ausnahmen. Die meisten Pferde verfügen von Natur aus über die genannten drei Gangarten. Und so ist es auch in den Genen der Menschen angelegt.

Bei einem Pferd ändert sich mit der Geschwindigkeit auto­matisch die Gangart. Das Pferd geht langsam im Schritt, wird es schneller, fällt es in den Trab, bei noch höherem Tempo beginnt es zu galoppieren. Auch wir verfügen über diese drei Gangarten: Gehen, Laufen und Sprinten. Und genauso wie beim Pferd, ist auch beim Menschen bei jeder Gangart der Bewegungsablauf anders, er ist immer an die jeweilige Geschwindigkeit an­gepasst.

Wenn wir in normalem Tempo gehen, liegt unser gesamtes Körpergewicht auf dem Fuß, den wir jeweils auf dem Boden aufsetzen. Gehen wir ein wenig schneller, verdoppelt sich die Gewichtsbelastung pro Fuß. Diese Belastung halten unsere Ge­lenke grundsätzlich problemlos aus, sie sind dafür geschaffen. Gehen wir allerdings noch schneller, dann wird es kritisch. Da­her müssen wir in den nächsten Gang schalten und anfangen zu laufen/traben. Steigern wir weiter unsere Geschwindigkeit, erhöht sich die Belastung der Gelenke deutlich, sie kann das Dreifache unseres Körpergewichts erreichen. Nun müssen wir in den dritten Gang wechseln, das Sprinten. So entspricht es der Natur und auch dem Verhalten aller Lauftiere.

Würden wir die Geschwindigkeit erhöhen, ohne die Gang­art rechtzeitig zu wechseln, dann würden wir unsere Gelenke überlasten und unsere Körperhaltung ruinieren. Das passiert zum Beispiel, wenn wir zu schnell gehen, wenn unser Körper also noch die Gehhaltung einnimmt, wir uns aber schon in Laufgeschwindigkeit befinden.

Lerne mit mir richtig zu gehen.

 

Die 20 Tages Challenge – Eine sanfte Transformation

Die jeweils erste Übung eines Paars ist das »Erspüren«, die zweite Übung die »Integration«.

Das Erspüren wird liegend ausgeführt, weil unsere Propriozeption, also die Körperwahrnehmung, sich leichter ver­bessern lässt, wenn möglichst viele Bereiche des Körpers Kontakt mit dem Untergrund haben. So kannst du die Beziehungen der verschiedenen Körperteile zueinander besser erfühlen. Als Unterlage ist eine Decke geeignet oder eine große Matte.

Der Integrations-Teil wird in aufrechter Position ausge­führt, im Stehen und Gehen, manchmal im Sitzen. Dabei geht es darum, die erlernten Bewegungsabläufe in der Kör­perhaltung und im Gehen umzusetzen.

Hier sind die ersten beiden Feldenkrais Lektionen. Ich begleite dich 20 Tage. Jeden zweiten Tag schicke ich dir ein neues Paar von Übungen.

 

 

Wir beginnen mit der Arm-Hüft-Verbindung.

 

 

Schreibe mir deine Erfahrungen in den Kommentar.

 

Last Updated on Oktober 6, 2020 by Dr. Ruth Mischnick