Führen ist kein Wunderwerk,

sondern Handwerk

Gesundheit ist kein Zustand,

sondern ein Prozess

Als ich vor zwanzig Jahren mit meiner Berater-Tätigkeit begann, sah die Sache mit der Problem­lösung noch (relativ) einfach aus. Denn der Weg vom Problem zu seiner Lösung war noch (relativ) linear. Wenn das Problem des Kunden auf dem Tisch lag und die Analyse gelungen war, dann konnte man in der Regel mit einer linearen „Wenn-dann“-Strategie zu einer sinnvollen Lösung kommen.

 

 

Und genau an diesem Punkt hat sich in den letzten Jahren etwas Grund­legendes geändert. Für fast alle meiner Kunden liegt die größte Herausforderung unserer Zeit in der Digital­isierung und mit ihr einhergehend die Frage nach neuen, innovativen und oft auch disruptiven Geschäfts­modellen. Dafür wurden und werden immer öfter sogenannte „Chief Digital Officer“ (CDO’s) eingesetzt, oder Innovations-Strategen. Das ist sicherlich richtig und sinnvoll, birgt aber gleichzeitig die Gefahr, das Thema Digitalisierung als separate Einheit zu verstehen, bzw. miss(!)zu verstehen.

 

 

 

Denn die ganz große Herausforderung ist weniger die Technologie der Digitalisierung als solches, sondern vielmehr ihre Folge – und die heißt VERNETZUNG! Also die technische Möglich­keit der Vernetzung von allem mit jedem überall und zu jederzeit. Dieser unendliche, vernetzte Austausch von Daten und Informationen – das ist die eigentliche, die ganz große Herausforderung unserer Zeit.

Und zwar nicht nur technologisch, sondern in wirklich JEDER Hinsicht: gesellschaftlich, wirtschaftlich, wissenschaftlich, politisch, kulturell, ethisch, juristisch, philosophisch, ökologisch, demographisch, medizinisch und physisch aber auch sozial, psychisch, emotional und seelisch….

Es ist eine Unbeständigkeit, die wir spüren, eine Unsicherheit, die daraus erwächst, eine Komplexität, die uns zu über­fordern scheint und eine Mehrdeutigkeit, die unser Weltbild erschüttert. Und deshalb hat sich auch Beratung grundlegend verändert. Beratung ist aus meiner Sicht eben nicht mehr der lineare Weg vom Problem zur Lösung.

Es ist vielmehr die Begleitung hochdynamischer Prozesse von kleinen und großen Systemen in einer Welt, deren Komplexität in schwindel­erregender Beschleunigung exponentiell zunimmt – und über allem die Erkenntnis, dass alles mit allem zusammenhängt.

In fast allen Beratungen und Coach­ings der letzten Jahre ging es um „Trans­formation“, um „Digital­isierung“, um „agiles Management“, um „Change“, um „New Work“ und wie die neuen Buzz-Words sonst noch alle heißen. Aber eigentlich geht es um das WIR.

Die Große Transformation von der Alten in die Neue Welt verändert fundamental alles, was wir Menschen tun, wie wir es tun und warum wir es tun. Am Ende wird sie auch verändern wer wir sind.

 

Entscheidend für die erfolgreiche Überwindung von Problemen ist eine Technik, die ich gern mit folgender Überschrift versehe: „Raus aus dem Reflex – rein in die Reflexion!“ Finden Sie Ihre Orientierung im Wertecoaching. Sie werden erkennen, dass Veränderungen und Stresssituationen nicht nur bedrohlich sind, sondern bewältigbare Herausforderungen.

Wir widmen uns konzentriert wichtigen Lebensthemen in einem wertschätzenden Miteinander. Gesundheit, Beweglichkeit, Wohlbefinden, Reduzierung von Demenz-Risiko. In der Gemeinschaft fällt es vielen leichter Veränderungspotential zu entfalten.

Einsätze in fragilen Kontexten. Die Moderation von Konferenzen in der Entwicklungs­zusammenarbeit ist uns eine Herzensangelegenheit. Auch Seminare zur Konflikttransformation können Sie buchen.

Das Corona-Virus stürzt unsere Welt gerade in eine beispiellose Krise. Es handelt sich um die erste globale Krise im Zeitalter der Vernetzung. Auch schon vor Corona kennzeichnete permanente Veränderung in immer schnellerem Tempo die Zeit, in der wir leben. Durch Digitalisierung, Globalisierung und Vernetzung hatte die Komplexität unseres Lebens eine neue Dimension erreicht. Mit dem weltweiten Ausbruch der jetzigen Pandemie beschleunigt sich die Umdrehungszahl dieser Veränderung noch einmal rasant und verschärft die Krise radikal. Als Strategie-Beraterin und Krisencoach bin ich eine inspirierende und lösungsorientierte Sparringspartnerin für Unternehmen und Führungskräfte, die aus dieser Krise gestärkt hervorgehen wollen.

 

Was wir tun, tun wir von Herzen systemisch

Ich habe Ruth Mischnick als Trainerin erleben dürfen: Sie arbeitet mit großer Leidenschaft, Authentizität und Präzision und macht auf vielfältige Weise das Wechselspiel von Bewusstem, Unbewusstem und Körperwahrnehmung als Zugangswege zu Problem und Lösung erlebbar. Sie fordert auf konstruktive Art heraus, hinterfragt scheinbar feststehende Gedankenkonstrukte und entwickelt sich auch selbst durch das Annehmen neuer Herausforderungen als „Lernende“ weiter – stets mit großem Interesse am Menschen und immer in Bewegung.
DR. JOHANNA KECK, ASCHAFFENBURG

Ärztin auf der Intensivstation, Klinikum Aschaffenburg

Krise ist…

…ein produktiver Zustand“, hat Max Frisch einmal gesagt, „man muss ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen.“ Das fällt angesichts der Corona-Krise unendlich schwer. Und doch hat Max Frisch Recht. Damit wir Krisen produktiv nutzen und sie kraftvoll meistern können, ist es wichtig zu verstehen, was eine Krise eigentlich ist. Denn sie ist weit mehr als ein unüberwindbar scheinendes Problem.

Krise ist ein Ausnahmezustand, Unter­brechung der Kontinuität. Sie ist ein belastender, temporärer, in seinem Verlauf und seinen Folgen offener Veränderungsprozess. Eine Krise ist dadurch gekennzeichnet, dass die vertrauten Bewältigungs­strategien, die wir bisher für das Lösen von Problemen parat hatten und die uns immer weitergeholfen haben, jetzt nicht mehr zur Verfügung stehen. Jedem Menschen, jeder Gemeinschaft und jeder Gesellschaft ist es immer wieder möglich, neue Bewältigungs­strategien zu entwickeln und neue Ressourcen zu entdecken. Bewältigungsstrategien und Ressourcen, die uns stark machen können.

 

 

 

Natürlich noch nicht in der ersten Phase einer Krise, die dadurch gekennzeichnet ist, dass wir unter Schock stehen und die Krise nicht wahrhaben wollen. In dieser Phase gilt es, die Schock­starre zu überwinden und die Krise langsam anzunehmen. Denn sie ist da – ob wir wollen oder nicht. In dem Moment, wo wir sie in unser Leben zu integrieren, kann es durchaus sinnvoll sein, das Beste aus ihr zu machen. Denn wir sind auf der Welt, um unserem Leben Sinn geben – auch in Krisenzeiten. Oder vielleicht gerade dann besonders intensiv.

 

Der Anspruch, dass das Leben uns etwas zu bieten hätte, der Anspruch, dass es einen Garantie­schein auf ein sicheres, gesundes, ja glückliches Leben gibt – dieser Anspruch ist in Wahrheit ganz schön verdreht. Die Perspektive ist nämlich genau andersherum. Die Unsicherheit ist der Normalfall. Und zwar immer. Nicht nur in der Krise. In Phasen aber, die über einen langen Zeitraum (relativ) stabil sind, bilden wir uns ein, wir seien sicher und unser schönes Leben würde immer so weitergehen. Doch das ist in Wahrheit eine Illusion.

 

 

Viktor Frankl hat gesagt: „Das Leben selbst ist es, das dem Menschen Fragen stellt. Er hat nicht zu fragen, er ist vielmehr der vom Leben her Befragte, der dem Leben zu antworten – das Leben zu ver-antworten hat.“ Das zutiefst Befriedigende an dieser Form der Eigenverantwortung dem Leben gegenüber ist die Selbstbestimmtheit, die mit ihr einhergeht, und die gerade in Krisen elementar wichtig ist. Denn diese Selbst­bestimmtheit macht frei. Auch den Begriff der Freiheit hat Frankl so definiert, dass er uns gerade in Krisen wirklich weiterhelfen kann. Denn: „Die Freiheit des Menschen ist selbstverständlich nicht eine Freiheit von Bedingungen“, sagt Frankl. „Sie ist überhaupt nicht eine Freiheit von etwas, sondern eine Freiheit zu etwas, nämlich die Freiheit zu einer Stellungnahme gegenüber all den Bedingungen.“ In dieser Freiheit „zu etwas“ liegt der Schlüssel zum sinnvollen Umgang mit Krisen.

 

Auch der jetzigen Corona-Krise. Wie wollen wir uns zu dieser Krise stellen? Wir als Individuen? Aber auch wir als Gemeinschaft? Es gibt drei Möglichkeiten, aus einer Krise hervorzugehen: Erstens die Wiederherstellung des alten Gleichgewichts. Zweitens eine negative Veränderung, die eine Fehlentwicklung zur Folge hat. Und drittens eine positive Veränderung, die durch eine sinnvolle Weiterentwicklung gekennzeichnet ist.

 

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Über uns

Im Institut finden Sie Expertinnen und Experten, die Ihnen mit ihren Kompetenzen zur Seite stehen. Alle sind ausgebildete Mediatoren und Coaches und verfügen über Arbeitserfahrung im In- und Ausland, auch in Krisengebieten. Wir stellen Ihnen unsere unterschiedlichen Praxisfelder als Ressource für Veränderungsprozesse zur Verfügung. Therapie, Coaching, Supervision, Mediation, Training, Feldenkrais, Moderation, Evaluation. Wir arbeiten in verschiedenen Konstellationen zusammen, um Ihrem Ziel optimal gerecht zu werden. Wir eröffnen Räume, in denen Neues entstehen und das gesteckte Ziel erreicht werden kann.

Dr. Ruth Mischnick

Das Institut ist ein lebendiges Feld für systemische Fragestellungen und persönliche Potentiale.

Ich bin Juristin und Psychologin. M.
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Isabella Bauer

Das Institut ist außergewöhnlich und ein authentisches Medium. Forschung und Anwendung haben hier Platz.  Alles im Dienste von Lösungen und Austausch.

Isabella Bauer ist Beraterin, Trainerin und Journalistin. Auf der Basis systemischer Prinzipien arbeitet sie mit einzelnen Personen und Organisationen im In- und Ausland.

Hagen Berndt (1959 – 2021)

Aber wenn das sterbende Wesen ein Mensch ist,
ein geliebter Mensch,
dann empfindet man außer dem Entsetzen
über die Vernichtung eines Lebens
in der Seele einen Riss
und eine Wunde,
die ebenso wie eine leibliche Wunde
manchmal den Tod herbeiführt,
manchmal zwar wieder heilt,
aber immer schmerzhaft bleibt.
Leo Tolstoi – Krieg und Frieden

 

Ing. Peter Peutler

Ein Tor zu Entdeckungen, was alles möglich wird, wenn wir die volle Verantwortung für unser Leben übernehmen und die Wahl treffen, es selbstbestimmt zu führen.

Peter Peutler ist Ingenieur und Mediator (M.A.). Er ist inspiriert durch das Feld der integrativen Medizin, daher ist ihm das Andersdenken wichtig. Seine Passion sind intellektuelle medizinische Geräte.

Miryam Nainggolan in Indonesien

The Institute gives the chance to connect with other people, who see a correlation between the development of themselves and the development of the whole.

Miryam Nainggolan, PSi. is an elected  member of the Truth Commission in Indonesia.

Sharad Neupane in Nepal

The Institute is a threshold between the the North and the South. Exchange and solution is what counts.

Sharad Neupane has gained over 20 years of professional experience. He designs and implements development programs for the UN. He executes various natures of training programs.

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Auf meinem eigenen Weg voranzugehen, dran zu bleiben und meine Ziele zu verfolgen, sind die Koordinaten für mein Coaching wichtig. Ich erlebe es als ein immer freundlich-herzliches Zusammensein, aber auch gerne einmal als ein Hinterfragen von Denk- und Verhaltensmustern. Diese fügen sich dann in neuen Prozessen werteorientiert zusammen, sodass immer wieder schönes und frisches in mir und sinnvolles in meinem Leben entsteht.
KIRSTEN SCHÖNEFELD, BERLIN

Sozialwissenschaftlerin, Trainerin und Mediatorin, Mitarbeiterin bei der Friedrich-Ebert-Stiftung

 

Wir sind von Herzen für Sie da und beantworten alle Ihre Fragen sehr gerne in einem persönlichen Gespräch. Tragen Sie sich unkompliziert in unseren Kalender ein.

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