Was uns bestimmt

Unser Selbstbild ist uns so nahe und vertraut, dass wir normalerweise gar nicht darüber nachdenken. Im Grunde genommen ist „Bild“ gar nicht das treffende Wort. Man könnte „Selbstbild“ auch als eine Art dynamisches Netzwerk von Wahrnehmungen, Ideen und Gewohnheiten beschreiben, die einem Menschen das Gefühl geben, er selbst zu sein, und die sein Handeln lenken.
Psychologisch gesehen ist der Begriff Selbstbild die Vorstellung, die jemand von sich selbst hat. Für Moshé Feldenkrais ist es eng mit dem Körperbild verknüpft. Die Beziehung der Körperteile zueinander, räumliche und zeitliche Bezüge sowie kinästhetische Empfindungen, Gefühle und Gedanken. Alle Bestandteile sind aufs innigste miteinander verwoben und bilden ein untrennbares Ganzes. Dieses ist dynamisch und ändert sich von Handlung zu Handlung. Aber all unsere Handlungen haben die Tendenz, mit der Zeit zur Gewohnheit zu erstarren – Gewohnheiten, die wiederum unsere Selbsterfahrung prägen.
Wie können wir auf dieses komplexe Ganze zielgerichtet einwirken?
Moshé Feldenkrais große Stärke war es, abstrakte Ideen in konkretes Tun zu übersetzen. Sein Ansatz konzentriert sich scheinbar auf den motorischen Aspekt des Selbstbildes, da aber alle anderen Aspekte in die Bewegung eingewoben sind, werden sie ebenfalls beeinflusst.

Und bei Ihnen….?